Dekompression beim Sport Tauchen
by admin ~ September 11th, 2008. Eingetragen unter: Tauchen.Sport Tauchen ist ein faszinierendes Hobby. Mit einem Atemgerät die Welt unter Wasser zu erkunden ist ein einmaliges Erlebnis. Wie bei jeder anderen Sportart auch gibt es aber Risiken, die es zu vermeiden gilt und auf die man sich in Kursen und Lehrgängen vorbereiten kann. Da der Mensch kein Fisch ist, ist seine Zeit beim Tauchen begrenzt: da wäre die Temperatur des Wassers, die für ihn als Warmblütler nicht optimal ist, die Erschöpfung, die bei einem Tauchgang automatisch einsetzt und natürlich die Luftzufuhr aus dem Atemgerät, die nur eine Zeit lang funktioniert. Neben diesen Faktoren spielt die Dekompression eine wichtige Rolle. Sie hängt davon ab, wie tief getaucht wird und wie viel Stickstoff dabei im Körpergewebe gelöst wird. Beim Tauchen verursacht der erhöhte Druck, dass Stickstoff aus der Atemluft in die Zellen und Gewebe des Körpers aufgenommen wird. Wie viel Stickstoff aufgenommen wird, hängt dabei von der Tiefe ab, in die getaucht wird, und von der Länge der Zeit, in der der Taucher sich in der Tiefe aufhält.
Beim Aufstieg aus der Tiefe sinkt der Druck, und der Stickstoff wird aus den Geweben gelöst und gelangt ins Blut. Von dort muss der Körper den Stickstoff durch Abatmen eliminieren. Das gelingt auch ohne Probleme, wenn nicht zu viel Stickstoff vorhanden ist. Um die Menge des aufgenommenen Stickstoffs im Körper beim Tauchen zu begrenzen nutzt man Tabellen und Tauchcomputer die die Druckverminderung beim Aufstieg kontrollieren sollen. Auf diesen Tabellen steht der maximale Aufenthalt in bestimmten Tiefen, basierend auf der Menge des Stickstoffs, der vom Körper theoretisch aufgenommen und freigesetzt wird
Wenn man länger unter Wasser bleibt, als von der Tabelle und dem Computer empfohlen, nimmt der Körper so viel Stickstoff auf, dass er beim Aufstieg und Auftauchen nicht mehr so schnell selbstständig eliminiert werden kann, wie er aus den Zellen gelöst wird. Der überschüssige Stickstoff formt dann Bläschen in den Blutgefäßen aber auch im Körpergewebe. Das kann man mit dem Öffnen einer Dose Cola vergleichen: der Druck auf die Dose wird durch das Öffnen vermindert, und das in der Flüssigkeit gelöste Gas formt Blasen, die die Cola zum Sprudeln bringen. Ist das im Körper der Fall, so spricht man von Dekompressionskrankheit, die im schlimmsten Fall das Leben des Tauchers bedrohen kann.
Die Dekompressionskrankheit ist beim Sporttauchen selten, sie kommt aber vor. Es empfiehlt sich daher, genau in den empfohlenen Grenzen der Tauchtabellen und Tauchcomputer zu tauchen und dabei auch Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholgenuss, fortgeschrittenes Alter, Lungenschäden und Ähnliches zu beachten.